Natixis Global AM: Ölpreis ist kein Rezessions-Vorbote
Die weltweite Nachfrage nach Öl ist derzeit zwar nicht robust, steigt aber weiterhin an, so der Fondsanbieter Natixis. Der schwache Preis sei kein Signal für eine weltweite Rezession.
Der Preisverfall bei Rohöl taugt nach Einschätzung des Fondsanbieters Natixis Global Asset Management (AM) nicht als Hinweisgeber für eine bevorstehende globale Rezession. Er sei vielmehr durch einen komplexen Mix von Faktoren ausgelöst worden, sagt David Lafferty, CFA und Chefmarktstratege bei Natixis. Zu diesen Faktoren zählten eine schleppende Nachfrage, ein steigendes Angebot sowie ein starker US-Dollar.
"Natürlich ist die weltweite Nachfrage derzeit keineswegs robust, aber sie steigt nach wie vor an", sagt Lafferty. Insgesamt sei der aktuelle Rückgang der Ölpreise nicht auf eine unzureichende Nachfrage zurückzuführen, sondern im Wesentlichen auf das anhaltende Überangebot. "Da wir den Preiseinbruch beim Öl in erster Linie der Angebots- und nicht der Nachfrageseite zuschreiben, handelt es sich dabei kaum um einen Vorboten einer weltweiten Rezession."
Schwäche wird nicht ewig anhalten
Auf dem aktuellen Preisniveau ist Öl laut Lafferty deutlich unterbewertet. Obwohl die Grenzkosten für die Förderung sowohl auf regionaler Ebene als auch je nach Förderanlage variieren, dürfte ein Preis von unter 40 US-Dollar pro Barrel letztlich zu einer sinkenden Produktion führen. Das derzeitige Umfeld wird allerdings nicht dauerhaft anhalten: "Wir rechnen auf lange Sicht mit einer sinkenden Ölförderung, sodass das Angebot irgendwann auch wieder der schleppenden Nachfrage entsprechen wird", sagt Lafferty. (fp)




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