Investoren müssen mit einer allmählich schwächelnden Konunktur rechnen, ist einer aktuellen Markteinschätzung von Natixis Investment Managers zu entnehmen. "Wir können mit fast 100-prozentiger Sicherheit sagen, dass eine Rezession in den USA oder weltweit bevorsteht; die Frage ist nur – wann“, schreibt David Lafferty, Chief Market Strategist von Natixis IM in seinen aktuellen "Capital Market Notes“.

Während er erwartet, dass sich die weltwirtschaftliche Dynamik in diesem Jahr noch fortsetzt, sieht er ab 2019 einen wachsenden Gegenwind für die globale Wachstumsstory. Auch wenn keines der Argumente neu sei, komme der schmerzhaftere Wendepunkt näher. So werde es in den Jahren 2019 und 2020 sicher anspruchsvoller, Wachstum zu erreichen. "Dies bedeutet jedoch nicht unbedingt, dass eine Rezession vor der Tür steht“, so der Marktstratege des großen Investmenthauses. Er sieht drei mögliche Szenarien, von denen er das einer Rezession bis 2020 mit 40 Prozent am wahrscheinlichsten einstuft.

Märkte preisen Rezession vorzeitig ein
Was das Timing angeht, so erinnert er daran, dass die Kapitalmärkte eine Verlangsamung oder Rezession einpreisen, lange bevor sie von Ökonomen formell datiert wird. So sei in den letzten drei Zyklen bereits 15 bis 24 Monate vor der Rezession eine Inversion der 2y/10y- Zinsstrukturkurve zu beobachten gewesen, während der Aktienmarkt noch ein bis zwölf Monate davor seinen Höhepunkt erreichte.

Für das Portfolio professioneller Investoren bedeute das, dass es derzeit immer noch einen belastbaren Aufwärtstrend für  Aktien- und Unternehmensanleihen gebe, auch wenn die Märkte in Erwartung einer Rezession im Jahr 2020 schließlich nach Süden tendieren würden. (aa)