Institutionelle Investoren sollten bei Aktien vorsichtiger werden, wenn es nach David Lafferty, dem leitenden Marktstrategen bei Natixis Investment Managers, geht. Der Natixis-IM-Mann untersucht in seinen aktuellen "Capital Market Notes“, ob die Rally, die sowohl die Aktien- als auch die Kreditmärkte seit Weihnachten hingelegt haben, noch von den Makrodaten gestützt wird und zieht einen pessimistischen Schluss.

Aus seiner Sicht waren die Märkte etwas zu optimistisch, was das globale Wachstum betrifft. Lafferty: "Ja, es gibt einige positive Anzeichen, aber wir halten die Verbesserung sowohl für bescheiden als auch für nicht dauerhaft. Obwohl die Daten zuletzt etwas besser geworden sind, glauben wir, dass sich die zugrundeliegende Entwicklung der Weltwirtschaft kaum verändert hat. Laut Lafferty verlangsamt sich das Wachstum – im schlimmsten Fall in Richtung seines langfristigen Potenzials und im besten Fall in Richtung Stabilisierung und keinesfalls in Richtung Boom.

Ohne eine Überraschung (in beide Richtungen) bei der Inflation seien beide Aussichten nicht extrem genug, um die US-Notenbank dazu zu bewegen, die Politik kurzfristig zu straffen oder zu lockern. Mit einer Fed „on hold“ sollte ein langsames, aber positives Wachstum die Aktien und Kredite stützen. Die Weltwirtschaft sei nicht, wie zu Ende des letzten Jahres von vielen befürchtet, zum Stillstand gekommen. "Wir denken, dass eine Rezession jedenfalls ein wenig weiter nach hinten verschoben werden kann. Aber im Ganzen ist das Wirtschaftswachstum nicht stark genug, um jetzt aggressivere Risiken einzugehen", erklärt Lafferty abschließend. (aa)