"Wir haben diese herausfordernden Zeiten bisher in einer überraschend guten Verfassung überstanden", zeigt sich Joe Amato, Investmentchef beim unabhängigen Anbieter Neuberger Berman, im Interview für die neueste Heftausgabe von FONDS professionell zufrieden mit der Entwicklung des eigenen Hauses im laufenden Jahr. Über seine weltweit 35 Niederlassungen habe das ursprünglich bereits 1939 von Roy Neuberger und Robert Berman gegründete und seit Mai 2009 wieder unabhängige Unternehmen sein insgesamt verwaltetes Volumen in den unterschiedlichsten Investmentfonds für private und institutionelle Kunden auf rund 360 Milliarden US-Dollar steigern können.

Unterm Strich hat Neuberger Berman damit seine verwalteten Assets über die vergangenen elf Jahre mehr als verdoppelt, natürlich nicht nur durch Zuflüsse neuer Mittel, sondern auch aufgrund einer insgesamt durchaus positiven Gesamtmarktentwicklung. Entsprechend gestiegen ist in dieser Zeit auch die Zahl der Mitarbeiter von damals 1.500 auf heute gut 2.300, rund 650 davon arbeiten als Investmentprofis.

"Nur wenige, wenn überhaupt welche, die beides bieten können"
Im Gespräch räumt Amato zwar ein, sein Haus könne sich natürlich von der schieren Größe her nicht mit Platzhirschen wie Fidelity oder Blackrock messen, was die öffentlich gehandelten Märkte angehe. Und das gelte genauso für die privaten Märkte, die von Branchengrößen wie Blackstone oder KKR dominiert werden. "Aber es gibt nur sehr wenige Unternehmen, wenn überhaupt welche, die beides anbieten können", sieht Amato einen Vorteil auf Seiten von Neuberger Berman.

Sein Unternehmen verfüge über eine signifikante Präsenz in den öffentlichen Märkten, wo Neuberger Berman gut 100 Milliarden US-Dollar in Aktien und rund 160 Milliarden US-Dollar in Anleihen verwaltet. Gleichzeitig sei das Unternehmen aber mit rund 90 Milliarden US-Dollar in Bereichen wie Private Equity, Private Debt und Hedgefonds oder Liquid Alternatives aktiv. Das eröffne ganz andere Möglichkeiten im Gespräch mit dem Kunden, seien es institutionelle Investoren oder vermögende Privatanleger. (hh)


Das vollständige Gespräch mit Joe Amato lesen Sie in der neuesten Heftausgabe 3/2020 von FONDS professionell ab Seite 156 oder hier im E-Magazin (Anmeldung erforderlich).