Mandelbrot Asset Management (Mandelbrot AM) und Universal-Investment haben gemeinsam den Fonds Mandelbrot Market Neutral Germany aufgelegt. Der marktneutrale Aktienfonds richte sich insbesondere auch an konservative Anleger, die ein moderates Risiko-Rendite-Niveau suchen, wie die in München ansässige Fondsgesellschaft mitteilte. Dafür sollen eine Zielrendite von acht Prozent, eine Volatilität von zwölf Prozent pro Jahr sowie ein Maximum-Drawdown von 13 Prozent sorgen.

Um diese Ziele zu erreichen, verfolgt der Fonds einen regelbasierten und marktneutral ausgerichteten Investmentansatz, der sich aus einem Aktienportfolio sowie dem Verkauf von Future-Kontrakten zusammensetzt. "Die mathematischen Verfahren hinter diesem Fonds sind hochkomplex, aber als Ergebnis ist die Struktur im Fonds sehr einfach", erläutert Wilhelm Berghorn, Geschäftsführer von Mandelbrot AM.

In der Regel enthalte der Fonds neben Cash-Positionen 15 deutsche Aktien aus dem DAX, MDAX sowie dem TecDAX. "In gleichem Umfang wird eine Short-Position im DAX-Future dagegen gestellt, um das Marktrisiko zu minimieren. Unterm Strich erhält der Anleger den Performance-Unterschied zwischen dem Aktienportfolio und dem Aktienmarkt", beschreibt Berghorn die Strategie. Die Positionen im Fonds werden in der Regel monatlich umgeschichtet.

Mandelbrot-Marktmodell
Grundlage der Investmentstrategie seien neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zum Momentum-Effekt, der durch moderne Analyse-Verfahren auf eine Vision des Mathematikers Benoît Mandelbrot zurückgeführt werden konnte. Die Konsequenz des nach ihm benannten Mandelbrot-Marktmodells ist, dass es entgegen der klassischen Kapitalmarkttheorie möglich ist, den Markt langfristig und strukturell zu schlagen. Diese Einsicht wurde in der Vergangenheit bereits auf Basis der Faktor-Analyse, unter anderem durch MSCI, belegt.

"Aufgrund der erwarteten niedrigen Korrelationen zum Aktien- und Rentenmarkt kann der Fonds zu nahezu jedem bestehenden Portfolio einen positiven Beitrag liefern", sagt Berghorn. Die Auswahl der Aktien erfolge über eine regelmäßige, proprietäre Trendbewertung mit anschließendem Ranking und Neugewichtung aller Titel. In Börsenphasen, in denen keine positive Renditeerwartung durch die Trendbewertung abgeleitet werden kann, können bis zu 100 Prozent des Fondsvolumens in Bankguthaben gehalten werden. Zudem könne die Systematik der Trendbewertung umgedreht werden (Contrarian-Strategie). (jb)