Am 26. Juni trat das neue Geldwäschegesetz in Kraft, das auch für Goldhändler in Deutschland Relevanz hat: Denn der anonyme Kauf von Edelmetallen ist seither nur noch bis zu einem Wert von 10.000 Euro möglich, statt wie bisher 15.000 Euro. Berücksichtigt man den aktuellen Goldpreis, entspricht dies in etwa einem 250-Gramm-Goldbarren. Bereits bei Käufen ab 10.000 Euro gelten dann erweiterte Auskunfts- und Dokumentationspflichten. So muss dann zum Beispiel die Rechnung auf Namen und Anschrift des Käufers ausgestellt werden.

Das von der Bundesregierung am 17. Mai beschlossene Gesetz folgt den deutlich verschärften Vorgaben der EU-Richtlinie und soll helfen, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung effizienter zu bekämpfen. Welche Auswirkungen sich im Detail für den Goldhandel und andere Branchen ergeben, ist allerdings noch unklar. Experten rechnen damit, dass zahlreiche Anbieter keine Bargeldbezahlungen über 9.999 Euro mehr akzeptieren werden, um sich den bürokratischen Aufwand der erweiterten Dokumentationspflichten zu ersparen. 

Edelmetallinvestoren müssen nicht leiden
Edelmetallinvestoren müssten nicht unter der neuen Gesetzgebung leiden, sagt Dominik Lochmann, Geschäftsführer ESG Edelmetall-Service GmbH & Co. KG: "Wer seinen Ausweis vorlegt und die gesetzlich vorgeschriebenen Angaben über seine Person macht, erhält eine auf seinen Namen ausgestellte Rechnung und kann bei uns selbstverständlich auch in Zukunft Edelmetalle im Wert von über 10.000 Euro in bar bezahlen." In jedem Fall halte man sich selbstverständlich an die neuen Gesetzesrichtlinien. (fp)