Bonds in Lokalwährung, in Hartwährung, aus China, den Golfstaaten, Brasilien: Kaum eine Anlageklasse ist so vielfältig wie Anleihen aus den Schwellenländern. Für Investoren eröffnen sich in der Region so zahlreiche Anlagechancen. "Schwellenländeranleihen, die von Ländern mit robusten Fundamental- und Wirtschaftsdaten beziehungsweise von gut geführten und ertragsstarken Unternehmen begeben werden, können eine zusätzliche Risikoprämie gegenüber Anleihen aus Industriestaaten aufweisen", sagt Peter Eerdmans, Anleihenchef des Asset Managers Ninety One.

Anleihe-Investoren schauen gerne aufs Wachstum einer Volkswirtschaft, da es sich direkt auf die Fähigkeit des Landes auswirkt, seine Schulden zurückzuzahlen. Während viele Industriestaaten Wachstumsraten im niedrigen einstelligen Bereich verzeichnen, erzielen Schwellenländer oft doppelt so hohe Werte. Entscheidend für den Erfolg ist indes nicht die Höhe, sondern die Qualität und Nachhaltigkeit des Wachstums, erklärt Eerdmans.

Selektive Auswahl ist wichtig
Viele Schwellenländer hätten in der Vergangenheit wirtschaftliche Schwächephasen durchlaufen und viel daraus gelernt. "Die oft vorsichtigere und vorausschauende Herangehensweise hinsichtlich der Haushaltsdisziplin führt zu robusteren Fundamentaldaten", so der Experte. Andere Schwellenländer verfügten dagegen über ein weniger stabiles finanzielles Fundament. "Investoren sollten bei ihren Anlageentscheidungen daher äußerst umsichtig und selektiv vorgehen", sagt Eerdmans. (fp)