Das zweite Quartal dürfte insbesondere Anlagen aus Schwellenländern beflügeln. Davon geht Sébastien Galy, Senior-Makrostratege bei Nordea Asset Management aus. Denn: Die US-Notenbank Fed verharrt in Wartestellung, und die chinesische Notenbank PBPOC lockert aktuell die geldpolitischen Zügel. Investoren, die momentan auf der Suche nach auskömmlichen Renditen sind, dürften demnach insbesondere bei Anleihen und Aktien aus Schwellenländern wie China sowie der Asien-Pazifik-Region und bei US-Aktien fündig werden, schätzt Galy. 

"Wir sind in Bezug auf Anleihen und Aktien aus Schwellenländern sowie Aktien aus Industrieländern optimistisch eingestellt, wobei wir davon ausgehen, dass die Fed im zweiten Quartal nichts unternehmen wird", sagt der Nordea-AM-Experte. Vielmehr geht er von einer anschließenden leichten Straffung der Geldpolitik aus. Er bewertet den Trend für US-Aktien aktuell als positiv, was dafür sorgen dürfte, dass Auslandskapital ins Land zurückkehrt. 

China wird sich erholen
Insbesondere China dürfte sich in ein bis zwei Quartalen erholen, schätzt Galy. "Beispielsweise erwarten wir weitere Senkungen des Mindestreservesatzes, der gegenüber früher noch viel Spielraum nach unten bietet", sagt er. Das Szenario dürfte sich positiv in den Bilanzen der Banken niederschlagen und für mehr Kreditvergaben sorgen. (fp)