Die Fed wird die Leitzinsen aller Voraussicht nach in dieser Woche nicht antasten. Einem Analysetool der CME Group zufolge, das auf dem Terminmarkt basiert, wurde am Montagnachmittag (16.3.) zu mehr als 99 Prozent erwartet, dass der Offenmarktausschuss der Federal Reserve (FOMC) bei seiner Sitzung am Mittwoch (18.3.) das Zins-Zielband bei 3,50 bis 3,75 Prozent belässt. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung um 25 Basispunkte bei der März-Sitzung liegt demnach unter ein Prozent.

"Jeder verbale Fingerzeig wird seziert"
Besondere Aufmerksamkeit wird das Treffen dennoch auf sich ziehen. Der infolge des Iran-Krieges in die Höhe geschnellte Ölpreis droht schließlich einerseits die Inflation anzutreiben und andererseits das Wirtschaftswachstum zu bremsen.

"Mit übereilten Zinsreaktionen ist nicht zu rechnen, jeder verbale Fingerzeig dürfte aber genau seziert werden", schreibt DZ-Bank-Analystin Dorothea Huttanus zu Beginn einer Woche, in der nicht nur bei der Fed, sondern auch bei der EZB, der Bank of England, der Schweizerischen Nationalbank und der Bank of Japan geldpolitische Entscheidungen anstehen. "Angesichts der hohen Risikoaversion könnte schon ein falsches Wort Verwerfungen auslösen", warnt Huttanus. 

Ausgewählte Einschätzungen
Was erwarten Ökonomen und Anlagestrategen von Asset Managern und Banken von der Fed-Sitzung diese Woche und der US-Geldpolitik in den kommenden Monaten? FONDS professionell ONLINE hat die wichtigsten Aussagen aus ausgewählten Kommentaren in der Bilderstrecke oben für Sie zusammengetragen. Einfach durchklicken! (ohm)