40 Prozent der deutschen Arbeitnehmer können sich vorstellen, zu kündigen, falls ihr Arbeitgeber ihnen in Sachen Arbeitszeit und -Ort nicht flexibel genug ist. 17 Prozent haben das bei früheren Anstellungsverhältnissen sogar schon getan. Das zeigt eine aktuelle Studie des Karrierenetzwerks LinkedIn, wie die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) berichtet. Die Studie zeigt auch, dass besonders Frauen ihre Arbeitszeit flexibel gestalten wollen.

63 Prozent der Frauen freuen sich demnach über die Möglichkeit, in Teilzeit zu arbeiten, 48 Prozent wünschen sich Gleitzeit-Modelle. Bei den Männern sind es 43 beziehungsweise 33 Prozent. Flexibilität liegt also im Interesse von Unternehmen, folgert die "SZ". "Unternehmen müssen den Wunsch nach mehr Flexibilität ernst nehmen, wenn sie sich im Wettbewerb behaupten wollen", erklärt Barbara Wittmann, Country Managerin bei LinkedIn Deutschland, gegenüber der Zeitung. 

Andere Studien bestätigen den Wunsch nach Homeoffice
Wie hoch Homeoffice und Teilzeit im Kurs stehen, bestätigen laut "SZ" auch andere Untersuchungen. Laut einer internationalen Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young (EY) würden sogar mehr als die Hälfte der Befragten kündigen, wenn sie nach der Corona-Pandemie wieder auf die Flexibilität bei Arbeitszeit und Arbeitsort verzichten müssten. 

Ein weiteres Experiment ergab laut "SZ"-Bericht schon 2017: Der Wunsch, zuhause arbeiten zu können, ist so groß, dass Arbeitnehmer dafür auch Abstriche beim Gehalt machen. Zwei US-Ökonomen haben demnach errechnet, dass Bewerber auf acht Prozent ihres Gehaltes verzichten, wenn sie dafür auch zu Hause arbeiten können. Auch bei dieser Studie waren laut "SZ" vor allem Frauen zu Gehaltsverzicht bereit. (fp)