Die Zeiten, in denen sich Vermögensverwalter allein auf die entwickelten Märkte konzentrieren konnten, sind vorbei. Diesen Schluss legt zumindest ein aktueller Report der Strategieberatung Oliver Wyman nahe. Demnach wird das private Vermögen in den Schwellenländern in den kommenden fünf Jahren um jährlich acht Prozent wachsen. Zum Vergleich: Für Deutschland erwarten die Berater bis 2024 lediglich einen Zuwachs von 2,9 Prozent pro Jahr.

Schon heute entfällt ein Drittel der weltweiten privaten Vermögensanlagen auf Schwellenländer. In Zukunft werde dieser Anteil auf mehr als die Hälfte steigen, prognostizieren die Berater. Zugleich steige in den entwickelten Märkten der Umsatzdruck auf die Branche immer weiter. "Für Wealth Manager ist es nun an der Zeit, sich Wachstum in anderen Märkten zu sichern oder aber ihre Kostenbasis aktiv zu reduzieren", sagt Matthias Hübner, Partner bei Oliver Wyman.

Singapur und Hongkong sind attraktiv
Für besonders vielversprechend halten die Berater derzeit einen Einstieg in die Region Asien-Pazifik. "Wealth Manager sind gut beraten, Entwicklungen in Offshore-Zentren wie Singapur und Hongkong aufmerksam zu verfolgen", heißt es in dem Bericht. Wegen der zahlreichen Strukturveränderungen sei jetzt zudem der richtige Zeitpunkt, um einen Markteintritt in China zu prüfen. Ebenfalls attraktiv: Onshore-Märkte in Südostasien. "Dabei sollten allerdings eine Reihe von Markteintrittsmodellen in Erwägung gezogen werden, um Markteintrittskosten gering zu halten", so die Berater. (fp)