Der Mauerfall ist nun schon fast 30 Jahre her, und doch gibt es beim Sparverhalten nach wie vor Unterschiede zwischen dem Osten und Westen Deutschlands. Das zeigt eine Umfrage des Zinsportals Weltsparen und des Meinungsforschungsinstituts Yougov. Anlässlich des Mauerfall-Jubiläums haben sie über 2.000 Menschen aus Ost- und Westdeutschland zu ihren Finanzen befragt. Klar ist: Westdeutsche haben scheinbar mehr Geld.

In der Umfrage gaben 22 Prozent der Ostdeutschen an, dass sie gar nichts zurücklegen können. In Westdeutschland sind es nur 18 Prozent. Jeder Zehnte im Westen hat monatlich sogar so viel Geld zur Verfügung, dass er mehr als 500 Euro beiseitelegen kann. Im Osten können das nur acht Prozent. Dementsprechend fürchten sich Ostdeutsche auch stärker vor Altersarmut. Rund jeder Zweite hält es für wahrscheinlich, im Alter arm zu sein, im Westen sind es nur 44 Prozent.

Ostdeutsche investieren mehr in Bitcoins als Westdeutsche
Bei einem sind sich Ost- und Westdeutsche laut der Weltsparen-Umfrage aber einig: Das Sparbuch ist nach wie vor die beliebteste Variante zum Sparen (32 Prozent), gefolgt vom Tagesgeld (26 Prozent) und Girokonto (25 Prozent). Nur beim Thema Kryptowährungen zeigen sich die Menschen im Osten deutlich aufgeschlossener. Während im Westen Deutschlands nur ein Prozent der Bevölkerung in Bitcoins und Co. investiert, sind es im Osten fünf Prozent. (fp)