Nach dem Abschwung im letzten Quartal 2018 sind die Aktienkurse stark gestiegen. Axel Botte, Investmentstratege beim französischen Investmenthaus Ostrum Asset Management, sieht allerdings erste Anzeichen für ein Ende der Rallye. Der S&P 500 beispielsweise ist nach seinem Jahreshöchststand Anfang Mai wieder in einer Abwärtsbewegung. Das liege laut Botte zum einen daran, dass Investoren im Verlauf des Jahres bereits 70 Milliarden US-Dollar aus dem Markt abgezogen hätten.

Kritisch sei zudem die lahmende Konjunktur, die sich aufgrund des Handelsstreit zwischen den USA und China verschärfe: "Der unerwartete Rückgang beim Einkaufsmanagerindex des produzierenden Gewerbes im Mai zeigt die Anfälligkeit entsprechender Unternehmen gegenüber Handelsrestriktionen", fasst Botte zusammen. Noch ist keine Lösung im Handelsstreit in Sicht.

Unternehmen-Rückkäufe stützen Aktienkurse
Der Ostrum-AM-Experte geht davon aus, dass die Aktienkurse US-amerikanischer Unternehmen bislang nicht leiden, da die Anleger auf weitere Zinsschritte der US-Notenbank (FED) hoffen. Denn der Aufwärtstrend bei den Aktienkursen habe Botte zufolge bisher nur aufgrund von Rückkaufprogrammen von Unternehmen so lange angehalten. Die Rückkäufe haben sich dem Ostrum-AM-Experten zufolge allein im ersten Quartal auf rund 200 Milliarden US-Dollar belaufen. (fp)