Die US-Notenbank hat den Leitzins am Mittwoch (29.4.) nicht geändert. Die Fed Funds Rate bleibt damit in einer Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent. Dies war im Vorfeld von Beobachtern und an den Börsen so erwartet worden. Bereits bei den vorherigen Treffen im März und im Januar wurde der Leitzins nicht angetastet, nachdem die Fed den Satz bei den drei letzten Sitzungen des vergangenen Jahres jeweils um 25 Basispunkte nach unten gesetzt hatte.

Vier Gegenstimmen
Überraschend war, dass vier der zwölf stimmberechtigten Mitglieder im Offenmarktausschuss (FOMC) am Ende der zweitägigen April-Sitzung gegen die Entscheidung stimmten. Zuletzt hatte es im Oktober 1992 vier Gegenstimmen bei einer Zinssitzung der Fed gegeben.

Fed-Gouverneur Stephen Miran votierte wieder für eine Senkung um 25 Basispunkte; er gilt als Vertrauter von US-Präsident Donald Trump, der seit Langem vehement niedrigere Leitzinsen fordert. Drei Chefs regionaler Fed-Banken waren zum aktuellen Zeitpunkt hingegen nicht mit Formulierungen in der schriftlichen Erklärung zur Sitzung einverstanden, die auf eine künftige Lockerung der Geldpolitik hindeuten.

Powell bleibt als Gouverneur
Jerome Powell stellte in der Pressekonferenz nach der Sitzung klar, dass er, wenn seine Amtszeit als Fed-Chef am 15. Mai endet, Mitglied im Board of Governors bleiben werde. Dort endet seine Amtszeit erst im Januar 2028. 

Beamte des Justizministeriums hätten ihm am Wochenende zwar versichert, dass sie die  strafrechtliche Untersuchung gegen die Zentralbank nicht wieder aufnehmen würden, es sei denn, die interne Aufsicht der Fed empfehle dies. Die US-Staatsanwältin für den District of Columbia habe aber erklärt, sie könne die Untersuchung gegebenenfalls wieder aufnehmen.

Er habe gesagt, dass er das Board erst verlassen werde, wenn diese Untersuchung vollständig, transparent und endgültig abgeschlossen sei. "Und dazu stehe ich", so Powell. "Ich werde zurücktreten, wenn ich es für angebracht halte."

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