Michael Jaffé, Insolvenzverwalter des taumelnden Containervermieters P&R, findet für seinen Vergleichsvorschlag bislang keine Mehrheit. Nur ein Drittel der rund 54.000 Ende April angeschriebenen P&R-Anleger votierten für den Plan, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ). "Die Vergleichsvereinbarung kann von den Insolvenzverwaltern im Interesse aller Gläubiger nur umgesetzt werden, wenn sie von einer überragenden Mehrheit akzeptiert wird", zitiert die Zeitung Jaffé. Die gesetzte Frist bis zur Rücksendung der unterschriebenen Vergleichsvereinbarungen läuft noch bis zum 14. Juni.

Der Vergleich solle sicherstellen, dass die Forderungen der Gläubiger nach einem einheitlichen Modell berücksichtigt werden und somit niemand bevor- oder benachteiligt wird, so der Insolvenzverwalter. Kritiker bezeichnen den Inhalt des Vergleichs als delikat. Denn mit Unterzeichnung des Papiers werden die Gläubiger so gestellt, als hätten sie ihre Investments nie getätigt, also keine Verträge mit P&R abgeschlossen. Dies wird dann als Grundlage für die Berechnung der individuell entstandenen Schadenshöhe hergenommen. Zu diesem rechnerischen Schadenersatzanspruch sollen noch individuelle Aufschläge hinzukommen. (fp)