Am US-Aktienmarkt könnte es weitere Rücksetzer geben, sagt Seema Shah, Strategin bei Principal Global Investors. Sie nennt mehrere Negativfaktoren, die für weitere Korrekturen an der Wall Street sorgen dürften: steigende Zinsen, der verzögerte Negativeffekt eines stärkeren US-Dollars, der nachlassende Sondereffekt der US-Steuerreform, sinkende Gewinnmargen sowie Sorgen über die Folgen des Handelsstreits mit China für die Gewinne von US-Firmen.

US-amerikanische Aktien könnten sich in der kommenden Zeit schlechter entwickeln als globale Aktienindizes, sagt Shah. Investoren sollten sich dementsprechend auf niedrigere Erträge einstellen und ihre Portfolios angesichts der steigenden Risiken für die US-Wirtschaft global breit aufstellen, rät die Strategin.

Tech-Investoren haben den Schwarzen Peter im Handelsstreit
Insbesondere für Technologiewerte brechen harte Zeiten an. "Unternehmen aus dem Technologiesektor sind regulatorischem und steuerpolitischem Druck ausgesetzt, während gleichzeitig das schwache chinesische Wachstum auf der Verbrauchernachfrage nach Tech-Artikeln lastet", sagt Shah. US-Kontrollen auf chinesische Technologie-Importe verdeutlichen, wie sehr der Handelsstreit der Branche noch schaden kann.

Shah rät zu einer Rotation von zyklischen in defensive Werte, etwa in Unternehmen aus den Bereichen Versorgungswirtschaft, Basiskonsumgüter und Gesundheit. "Allerdings sollten Investoren dabei umsichtig bleiben", sagt die Strategin. So deutet sich etwa an, dass Value-Aktien in der kommenden Zeit besser abschneiden könnten als Growth-Titel. (fp)