Die digitale Vermögensverwaltung ist in Deutschland vor einigen Jahren mit hohen Erwartungen gestartet. Doch eine aktuelle Umfrage von Moneyfarm zeigt: Der Erfolg hält sich bislang in Grenzen. Zwei Drittel der Bundesbürger nimmt ihre Geldanlage lieber in die eigene Hand, als die Verwaltung einem Roboter anzuvertrauen. Lediglich 21 Prozent treffen ihre Entscheidungen mit Hilfe eines Experten, zum Beispiel eines digitalen Vermögensverwalters.

Bei der Frage, ob man sich vorstellen könnte, einen digitalen Vermögensverwalter zu engagieren, sieht die Bilanz etwas besser aus. In der Umfrage gaben 26 Prozent an, es als "wahrscheinlich" oder "sehr wahrscheinlich" anzusehen, diese Dienstleistung in Anspruch zu nehmen. "Das zeigt, dass eine digitale Variante einer klassischen Vermögensverwaltung angenommen wird; die Kombination aus technologischer Unterstützung und Marktexpertise ist der richtige Weg", sagt Thomas Völker, Vorstand bei Moneyfarm.

Wissenslücken bei der Geldanlage
Die Zurückhaltung der Deutschen in Sachen professionelle Vermögensverwaltung erklären sich die Studienautoren mit dem immer noch geringen Wissen über mögliche Anlageprodukte. Nur rund die Hälfte der Befragten kennt Aktienfonds oder ETFs, wogegen Sparbuch und Festgeld immerhin bis zu 85 Prozent ein Begriff sind. "Hier ist die ganze Branche gefordert, Anlegern die Vorteile einer Kapitalanlage vor Augen zu führen", sagt Völker. (fp)