Für ausländische Vermögensverwalter lohnt sich der Blick Richtung China immer mehr. Das Volumen des Asset-Management-Markts der Volksrepublik wird sich bis zum Jahr 2028 voraussichtlich verdreifachen – auf dann mehr als sechs Billionen Euro. Das geht aus einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Roland Berger hervor. China habe großen Nachholbedarf in Sachen Geldanlage: Nur sechs Prozent des weltweit verwalteten Vermögens kam im vergangenen Jahr aus China. Der Markt des Landes wachse schneller als der Weltmarkt.

Das hat mehrere Gründe: Erstens sparen Chinesen gern. Ihre Sparquote ist die dritthöchste der Welt. "Doch in China wächst langsam die Erkenntnis, dass Investieren eine gute Alternative zum Sparen ist, vielleicht die bessere", sagt Markus Strietzel, Partner von Roland Berger. Davon könnten ausländische Vermögensverwalter profitieren. Zweitens spielt Asset Managern die demografische Entwicklung in die Karten: Die alternde Bevölkerung Chinas verlangt nach einem umfassenden Rentensystem – was das Wachstum kommerzieller Pensionsfonds beschleunigen dürfte.

Marktzugang wird einfacher
Diese Entwicklungen führen laut Studie dazu, dass sich die Volksrepublik ausländischen Vermögensverwaltern stärker öffnet. Schon jetzt haben sie vollen Zugang zum Markt für private Fonds. Auch können sich ausländische Unternehmen inzwischen zu immerhin 51 Prozent an Joint Ventures mit chinesischen Firmen beteiligen, wenn sie sich vor Ort ansiedeln wollen. (fp)