Viele Bundesbürger befürchten, mit Eintritt in den Ruhestand ihren gegenwärtigen Lebensstandard nicht mehr halten zu können. 27 Prozent aller Arbeitnehmer rechnen sogar mit großen finanziellen Schwierigkeiten im Alter. In der Praxis haben aber nur 22 Prozent der Ruheständler eine solche Erfahrung gemacht. Das geht aus einer aktuellen Befragung des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) hervor.

Noch deutlicher zeigen sich die Unterschiede in der Erwartungshaltung bei der Frage, ob Rentner unter Langeweile leiden. Laut Studie rechnen immerhin 16 Prozent der Arbeitnehmer damit, sich im Ruhestand nicht mehr sinnvoll beschäftigen zu können. Unter den Rentnern berichteten indes nur acht Prozent von Langeweile. Lediglich gesundheitliche Beeinträchtigungen treten im "Herbst des Lebens" etwas häufiger auf, als es von noch Erwerbstätigen erwartet wird.

Als Rentner weiterarbeiten
Das DIA hat auch nachgefragt, ob sich Arbeitnehmer vorstellen könnten, nach Erreichen des gesetzlichen Renteneintrittsalters weiter einer bezahlten Beschäftigung nachzugehen. Das Ergebnis: Für 48 Prozent kommt oder kam eine Verlängerung ihrer beruflichen Karriere nicht in Frage. 38 Prozent spielen mit der Idee, noch ein paar Jahre dranzuhängen. 15 Prozent der Erwerbstätigen wollten sich in der Umfrage noch nicht festlegen, ob das für sie einmal eine Option sein könnte. (fp)