Der Handelskonflikt zwischen China und den USA, der Brexit und andere politische Probleme können dem US-Leitindex S&P 500 momentan offenbar nichts anhaben. Er nähert sich dieser Tage seinen Höchstständen aus dem vergangenen Jahr. Schaut man sich die jüngsten Marktentwicklungen genauer an, gibt es sogar Grund zur Hoffnung, dass der Index seine Vorjahresrekorde in den kommenden Monaten überbieten kann, schreiben Analysten der Schoellerbank.

Wegen der vielen politischen Risiken sind Anleger trotz der raschen Erholung nicht euphorisch gestimmt, sondern nur vorsichtig optimistisch. In der Folge sind US-Aktien bislang nicht überteuert, die Bewertungen befinden sich noch auf einem akzeptablen Niveau. Sollte es nun in den kommenden Wochen einen Durchbruch beim Brexit und im Handelsstreit geben, könnte der Optimismus in Euphorie umschlagen. "Neue Höchststände für Amerika wären die logische Folge", schreiben die Analysten.

"Sell in May" ist wohl auch dieses Jahr aktuell
Von den großen Notenbanken kommt zusätzliche Unterstützung. Die Fed will die US-Wirtschaft genau im Auge behalten, ehe sie weiter an der Zinsschraube dreht. Darüber hinaus könnte Anlegern der saisonale Börseneffekt in die Karten spielen, urteilen die Experten. In der Regel gehören März und April zu den stärksten Börsenmonaten des Jahres. "All das lässt hoffen, dass das Allzeithoch im S&P 500 überwunden und neue Höchststände erklommen werden können", heißt es von der Schoellerbank. (fp)