Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres einen Verlust von 7,8 Milliarden Schweizer Franken (6,8 Mrd. Euro) eingefahren. Die Ursachen dafür sind laut Medienberichten bei Fremdwährungspositionen und Goldbeständen der Notenbank zu finden. So bescherte der gesunkene Goldpreis der SNB in den ersten drei Quartalen 2018 einen Bewertungsverlust von 3,7 Milliarden Franken, bei unveränderter Bestandsgröße. Im Vorjahreszeitraum hatte die Notenbank mit demselben Goldbestand noch 2,3 Milliarden Franken Gewinn erzielt.

Noch drastischer fällt der Jahresvergleich bei den Fremdwährungspositionen aus. Im vergangenen Jahr hatte die SNB damit einen Gewinn von 30,3 Milliarden Franken eingefahren. Im laufenden Jahr stand dagegen bis Ende September ein Verlust von 5,3 Milliarden Franken zu Buche. Die Notenbank hält viele Anlagen in anderen Währungen und macht deshalb Verluste, wenn der Schweizerfranken gegenüber anderen Devisen an Wert gewinnt. Das war in den vergangenen Monaten der Fall.

Kantone bekommen trotzdem Geld
Die Verluste kamen nicht überraschend. Die SNB wies darauf hin, dass starke Schwankungen die Regel sind. Immerhin müssen Bund und Kantone nicht um ihre jährliche Ausschüttung fürchten: Die Ausschüttungsreserve der Notenbank ist mit aktuell 67 Milliarden Franken gut gefüllt. Zwei Milliarden davon sollen an die öffentliche Hand gehen. Falls der Franken nicht bis Jahresende extrem aufwertet, was die Reserve empfindlich schmälern würde, ist diese Ausschüttung trotz der jüngsten Verluste nicht in Gefahr. (fp)