Die zuletzt starke Performance von Schwellenländeranleihen könnte sich nach Meinung von Guillaume Tresca, Emerging-Markets-Stratege bei Generali Investments, in diesem Jahr fortsetzen. Nach dem für Lokal- und Hartwährungsanleihen überdurchschnittlich guten vergangenen Jahr sind Emerging-Markets-Assets auch 2026 stark gestartet. Tresca sieht weiterhin ein gutes Umfeld für die Anlageklasse und nennt dafür drei Gründe.

Die Nachfrage ist enorm
"Erstens unterstützen die technischen Faktoren das Umfeld", so der Emerging-Markets-Stratege. Staaten hätten seit Jahresbeginn Anleihen im Volumen von 83 Milliarden US-Dollar begeben – der stärkste Jahresauftakt in der Historie. Und der Markt absorbiere das Angebot ohne Probleme. Bemerkenswert sei dabei, dass auch die High-Yield-Emittenten problemlos Anleihen begeben konnten – das bestätigt nach Meinung von Tresca die breite globale Nachfrage nach Schwellenland-Risiko.

Zweitens ziehen die Zuflüsse weiter an. Schwellenländeranleihen verzeichneten laut Tresca zuletzt die höchsten wöchentlichen Mittelzuflüsse seit Juni 2024. Und drittens bieten die Anleihen weiterhin einen Renditeaufschlag gegenüber Alternativen wie US-Unternehmensanleihen.

Deutlicher Aufschlag
Innerhalb der Anlageklasse bevorzugt Generali Investments weiter Lokalwährungsanleihen. Die lokalen Zinsen hätten einen deutlichen Aufschlag gegenüber US-Zinsen, erläutert der Experte. Die Realrenditen würden hoch bleiben, da die meisten Zentralbanken ihre Lockerungszyklen pausiert haben. (jh)