Aktieninvestoren mussten in den vergangenen Wochen und Monaten schwere Verluste verkraften. Von den 52 untersuchten Aktienfonds-Peergroups konnte keine einzige das erste Quartal 2020 mit einer positiven Performance abschließen, zeigt eine aktuelle Untersuchung der Fondsratingagentur Scope. Mehr als 80 Prozent der Fonds wiesen Verluste im zweistelligen Bereich auf.

Allein chinesische Aktien hielten sich wacker. "Die Peergroups 'Aktien China' und 'Aktien China A-Shares' gehören mit einer Performance von jeweils rund minus neun Prozent zu den Spitzenreitern im Aktienfondsbereich", schreiben die Analysten. Der Grund: China wurde bereits Ende 2019 stark von der Pandemie getroffen. Im ersten Quartal 2020 zeigten sich in der Region bereits erste Anzeichen einer Erholung.

Die Gewinner unter den Verlierern
Von den acht größten Aktienfonds-Peergroups, die jeweils eine dreistellige Anzahl an Fonds umfassen, konnte die Gruppe "Aktien Japan" nach den ersten drei Monaten die niedrigsten Verluste vorweisen: Die mehr als 150 Fonds mit Fokus auf japanischen Aktien erzielten eine durchschnittliche Performance von minus 16,5 Prozent. Die im Durchschnitt schlechteste Performance zeigten die mehr als 140 Fonds der Peergroup "Aktien Europa Mid/Small Caps" mit minus 24,9 Prozent.

Auch bei den grundsätzlich weniger waghalsigeren Mischfonds war die durchschnittliche Performance in allen Peergroups negativ. Dabei schnitten die Produkte im Bereich "Mischfonds Europa konservativ“ mit minus acht Prozent noch am besten ab. Den größten Verlust musste die Vergleichsgruppe "Mischfonds Europa dynamisch“ mit einer Minusperformance von immerhin 19,2 Prozent hinnehmen. (fp)