Die Berliner Fondsratingagentur Scope ist jetzt auch in der Schweiz offiziell anerkannt. Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht Finma hat das Unternehmen als Rating-Agentur registriert, berichtet die "Neue Zürcher Zeitung" (NZZ). Damit gibt es dort erstmals eine Alternative zu den US-Platzhirschen S&P, Fitch und Moody's. Allerdings dürfte es für Scope nicht einfach werden, sich im Markt zu positionieren. "Die etablierten Anbieter sind bei Emittenten und Investoren institutionell so stark verankert, dass sie nur nach und nach verdrängt werden können", schreibt die NZZ.

Helfen soll unter anderem frisches Kapital von Investoren. Zuletzt konnte Scope institutionelle Investoren aus Deutschland, Österreich sowie Luxemburg und der Schweiz als Großaktionäre gewinnen. Insgesamt 35 Millionen Euro investierten sie in das Unternehmen. "Mit dem Einstieg der institutionellen Investoren haben wir jetzt die nächste Wachstumsphase erreicht", sagte Scope-Gründer und Vorstandschef Florian Schoeller der "Welt am Sonntag".

Scope will Digitalisierung vorantreiben
Auch in Sachen Personal hat sich einiges getan. Am Donnerstag gab Scope bekannt, dass Ralf Garrn, zuvor Geschäftsführer der Euler Hermes Rating GmbH, zu der Ratingagentur wechselt. Als Head of Digital Development soll er die digitale Ausrichtung der Scope Group maßgeblich mitgestalten. "Garrn gilt in der Digitalisierung der Ratingbranche als Innovationstreiber", so Scope-Gründer Schoeller. "Genau das macht ihn für Scope interessant und wertvoll." (fp)