Sentix-Konjunkturindex: Sorgenkind liefert Rückenwind
Für Euroland hellt sich das Konjunkturbild spürbar auf, gestützt durch eine kräftige Verbesserung der Erwartungen. Rückenwind kommt dabei besonders vom bisherigen Bremsklotz Deutschland, wie der aktuelle Sentix-Konjunkturindex zeigt.
Die Erholung der Stimmung in Euroland hat sich im Juli fortgesetzt, wie der aktuelle Sentix-Konjunkturindex zeigt. Der Gesamtindex legt im Vergleich zum Vormonat um 10,3 Punkte auf einen Stand von minus 3,1 Punkte zu und signalisiert damit wachsende Zuversicht der Investoren.
Eurozone: Konjunkturerwartungen wieder in der Pluszone
"Besonders dynamisch entwickeln sich die Konjunkturerwartungen, die um 15,8 Punkte zulegen. Der Teilindex schiebt sich mit einem absoluten Stand von plus 9,3 Punkten erstmals seit März 2026 wieder in die Pluszone. Dies deutet darauf hin, dass die Marktteilnehmer für die kommenden Monate mit einer fortschreitenden wirtschaftlichen Stabilisierung im Euroraum rechnen", kommentiert Sentix-Geschäftsführer Patrick Hussy.
Die Bewertung der aktuellen Lage der Euroland-Konjunktur zieht jedoch mit minus 14,8 Punkten in einem etwas geringeren Tempo mit. Der Stimmungseinbruch, der infolge des Iran-Konflikts entstanden ist, wird Hussy zufolge langsam wieder aufgeholt. Der Index basiert auf einer Befragung von rund 975 Investoren im Zeitraum vom 2. bis 4. Juli 2026.
Deutschland: Reformen geben Hoffnung
Der bisherige Bremsklotz Deutschland sorgt laut Umfrage nun für Rückenwind. Die globale Wirtschaft befand sich schon in den vergangenen Monaten auf Erholungskurs, die angekündigten Reformen scheinen den Anlegern Mut zu machen, dass sich auch in Deutschland die Konjunktur aufhellen kann.
Die Lagebewertung bleibt mit minus 39,8 zwar weiterhin schwach, doch der deutliche Anstieg der Konjunkturerwartungen um 16,8 Punkte zeigt eine klare Stimmungsaufhellung. Mit einem Stand von plus 3,5 Punkten liegen die Konjunkturerwartungen erstmals seit März 2026 wieder im Plus.
Weltwirtschaft: Zeichen stehen auf Boom
Auf globaler Ebene zeigt sich laut Hussy ebenfalls ein freundliches Bild. Alle Wirtschaftsregionen tragen demnach zu einer spürbaren Verbesserung der Stimmungslage bei. Geholfen haben hierbei die Entspannung bei den Rohölpreisen und die Friedensfortschritte im Nahen Osten. Die positive Entwicklung in Asien ex Japan sowie in Japan setzt sich unvermindert fort.
Entsprechend legt der Sentix Global Aggregate um 5,3 Punkte auf plus 13,3 Punkte zu. Die globalen Konjunkturerwartungen verbessern sich dabei kräftig, was auf eine fortgesetzte Erholung der Weltwirtschaft in den kommenden Monaten hindeutet. (aa)















