Die Deutsche Bank, der weltweit zweitgrößte Devisenhändler in den Ranglisten von Euromoney, gibt der Dollar-Rally noch viel Spielraum – für weitere zwei Jahre und etwa zehn Prozent auf handelsgewichteter Basis. JPMorgan prognostiziert, dass der Dollar gegenüber den Währungen von Neuseeland und Singapur an Wert gewinnen wird, wobei der Gipfel im zweiten Halbjahr 2016 erreicht werden dürfte. Goldman Sachs, Barclays und Credit Suisse sind ebenfalls optimistisch, da die Federal Reserve auf die erste Zinserhöhung seit fast einem Jahrzehnt zusteuert.

"Wir erwarten 2016 eine breite Dollar-Aufwertung", sagt Todd Elmer, Devisenstratege bei Citigroup in Singapur, der im Euromoney-Ranking den ersten Platz belegt. "Wenn der Markt sich bewegt und einen stärkeren Straffungskurs seitens der Fed einpreist, dann wird dies die geldpolitischen Unterschiede zwischen den USA und anderen großen Volkswirtschaften ins Gedächtnis der Investoren zurückbringen."

Zwar hat der Bloomberg Dollar Spot Index in diesem Jahr acht Prozent zugelegt, nach einem Anstieg von elf Prozent 2014, die Aufwärtsbewegung war jedoch holprig. Die Analysten senkten im vergangenen Quartal wegen der schwächer als erwarteten US-Konjunkturdaten und einer Abschwächung in China die Prognosen. Seit Oktober ist die Dollar-Rally durch Kommentare der Fed-Währungshüter wieder angeheizt worden, dass das Wachstum robust genug sei, eine Zinserhöhung auf der heutigen Notenbanksitzung zu rechtfertigen.

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