Der Silberpreis ist in der vergangenen Woche um rund acht Prozent gestiegen und holt somit gegenüber dem Goldpreis auf. Eine Feinunze Silber kostet nun über 16 US-Dollar. Der Goldpreis ist in der gleichen Zeit nur um 1,5 Prozent gestiegen. Eine Unze kostet rund 1.430 US-Dollar. Gold ist somit etwa 87 Mal teurer als die gleiche Menge Silber – ein Spitzenwert. Zum Vergleich: In den vergangenen Jahren lag der Quotient meist zwischen 50 und 70, wie das Handelsblatt berichtet.

"Das Gold-Silber-Verhältnis liegt historisch gesehen auf einem absoluten Extrem-Niveau", sagt Stefan Breintner, Edelmetallexperte vom Vermögensverwalter DJE Kapital, gegenüber dem Handelsblatt. Für die Commerzbank sind stärkere Zuflüsse bei börsengehandelten Silberfonds als Gold-ETFs ein wesenticher Grund für den Preisanstieg, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ). Zudem hätten Anleger vermehrt auf steigende Silber- statt Goldnotierungen gesetzt.

Ist der Anstieg schon vorbei?
Während einige Experten Silber weiterhin als unterbewertet erachten, bleibt die Commerzbank auf der Hut. Der Preisanstieg sei durch Spekulationen angefacht und stehe daher auf wackligen Beinen, sagen die Commerzbank-Analysten gegenüber der FAZ. Innerhalb von zweieinhalb Wochen könne es daher zu Gewinnmitnahmen und einem Preisrückgang für Silber kommen. (fp)