Die Berliner Smartphone-Bank Bitwala hat sich seit 2018 in der Kryptoszene etabliert. Sie bietet Kunden ein Konto, in dem auch ein Wallet für die Kryptowährung Bitcoin integriert ist. Jetzt geht die Bank noch einen Schritt weiter und wirbt laut einem Bericht des "Handelsblatts" mit einer Rendite von 4,3 Prozent für Kunden, die bereit sind, Kredite in der Kryptowährung zu vergeben. "Immer mehr Menschen vertrauen auf Bitcoin. Bitwala ist die alltagstaugliche Brücke dazu. Wir starten nun eine Partnerschaft mit dem weltweit führenden Anbieter von Kryptokrediten, damit unsere Kunden Bitcoin verleihen und damit Bitcoin verdienen können, wo immer sie sich befinden", erklärt Bitwala-Chef Ben Jones gegenüber dem Handelsblatt.
 
Das "Krypto-Ertragskonto" entsteht in Partnerschaft mit dem Anbieter Celsius Network aus London. Dessen Kerngeschäft ist die Vergabe von Kryptokrediten. Kunden der Bitwala-Bank können künftig über ihre Banking-App Celsius Bitcoins zur Verfügung stellen und erhalten dann einen Teil der Gebühren, schreibt das Handelsblatt. Denn Celsius verleiht das Kryptogeld weiter, etwa an institutionelle Investoren, die auf steigende Preise spekulieren, und nimmt dafür Gebühren ein. Bitwala-Kunden können so eine Rendite von bis zu 4,3 Prozent erzielen.
 
Hohes Risiko für Anleger
Das Ganze funktioniert jedoch nicht ohne ein gewisses Risiko für die Anleger. Im Falle eines Ausfalls oder einer Insolvenz von Celsius werden keine Zahlungen von Seiten Dritter gewährt. "Auch Bitwala leistet in diesem Fall keinen Ersatz oder gewährleistet sonstige Kompensationen. Anleger tragen damit vollständig das Risiko der Insolvenz bzw. des Ausfalls von Celsius Network", heißt es in einem Statement der Smartphone-Bank, das dem Handelsblatt vorliegt. Im schlimmsten Fall könnte das einen Totalverlust für die Anleger bedeuten. (fp)