Die Umfrage des zweiten Quartals 2018 zeigt, dass der Anteil der institutionellen Investoren, die eine Verringerung ihrer Bestände an britischen Vermögenswerten beabsichtigen, auf ein Rekordtief von 14 Prozent gesunken ist. Dies entspricht einem Rückgang um satte zehn Prozentpunkte gegenüber dem Rekordhoch von 24 Prozent im ersten Quartal 2018.

"Die Umfrage fand in einem Zeitraum statt, als der Optimismus hinsichtlich des Brexits und des britischen Pfunds seinen Höhepunkt erreichte“, sagt Michael Metcalfe, globaler Leiter der Macro Strategy bei State Street Global Markets. "Die Anleger waren zwar insgesamt weniger optimistisch, allerdings auch weniger pessimistisch hinsichtlich ihrer britischen Vermögenswertbestände. Nun muss sich zeigen, ob sich dieser Trend bestätigt, wenn die praktische Umsetzung der politischen und sonstigen Aspekte eines sanften Brexits ausgearbeitet werden.“

Unterbewertetes Pfund wirkt anziehend
Bill Street, Leiter EMEA Investments bei State Street Global Advisors, kommentiert: "Das Pfund Sterling ist gegenüber den meisten anderen Währungen nach wie vor unterbewertet. Es wertete im März und Anfang April wegen der Zinserhöhungserwartungen zunächst auf, fiel dann jedoch aufgrund schwächerer Wirtschaftsdaten und des Ausblicks des Gouverneurs der Bank of England wieder. Wir rechnen allerdings voraussichtlich im August mit einer Leitzinserhöhung. Zuvor müssen sich jedoch die Wirtschaftsdaten verbessern." (kb)