Steuergeld für Krypto-Rettung? US-Senatorin greift Trump-Regierung an
US-Senatorin Elizabeth Warren fordert Finanzministerium und Notenbank auf, keine Steuergelder zur Rettung von Krypto-Investoren einzusetzen. Sie warnt vor einer indirekten Begünstigung von "Krypto-Milliardären" – und auch von Trumps Familienunternehmen.
US-Senatorin Elizabeth Warren hat das Finanzministerium und die US-Notenbank aufgefordert, klarzustellen, dass keine öffentlichen Mittel zur Stabilisierung von Krypto-Investoren eingesetzt werden. Hintergrund ist der anhaltende Kursrückgang bei Bitcoin, der seit dem Hoch im Oktober rund 50 Prozent an Wert verloren hat, wie der US-Sender "CNBC" auf seiner Website berichtet.
Die Demokratin aus Massachusetts warnte in einem Schreiben an Finanzminister Scott Bessent und Fed-Chef Jerome Powell, staatliche Hilfen würden einen Vermögenstransfer von Steuerzahlern zu "Krypto-Milliardären" bedeuten. Zudem könnten solche Maßnahmen indirekt US-Präsident Donald Trump und dessen Familienunternehmen World Liberty Financial zugutekommen.
Kritik an Bessent-Aussagen
Warren verwies auf eine Kongressanhörung, bei der Bessent zu möglichen Eingriffsbefugnissen im Kryptosektor befragt worden war. Dabei sei er gefragt worden, ob "das Geld der Steuerzahler in Krypto-Vermögenswerte fließen" werde. "Statt eines einfachen 'Nein' wich er aus", schrieb Warren. Es sei daher "völlig unklar, ob und welche Pläne die US-Regierung derzeit hat, um in den aktuellen Bitcoin-Abverkauf einzugreifen".
Finanzministerium und Notenbank verfügen grundsätzlich über Instrumente zur Stabilisierung von Banken und anderen Akteuren in Krisenzeiten. Ein Sprecher der Fed kündigte eine Antwort auf das Schreiben an.
Verkäufe bei Trump-naher Firma
Der Brief wurde am selben Tag verschickt, an dem World Liberty Financial sein erstes "World Liberty Forum" in Trumps Mar-a-Lago-Club in Florida veranstaltete. Warren zufolge wurde der jüngste Kursrutsch durch Liquidationen stark gehebelter Positionen verstärkt, wie "CNBC.com" schreibt.
Zudem habe das Unternehmen rund 173 Wrapped Bitcoin (WBTC) – eine tokenisierte Version von Bitcoin – verkauft. Diese Transaktion sei erfolgt, um Stablecoin-Schulden in Höhe von 11,75 Millionen USDC (USD Coin) zurückzuzahlen und eine Liquidation zu vermeiden, als Bitcoin unter 63.000 Dollar fiel.
Hohe Verluste bei Großinvestoren
Nach Angaben Warrens haben prominente Krypto-Investoren in der laufenden Schwächephase erhebliche Einbußen erlitten. So habe die Aktie des Softwareunternehmens Strategy, einem der größten unternehmerischen Bitcoin-Halter, seit Jahresbeginn fast 20 Prozent verloren. Auch Binance-Gründer Changpeng Zhao und Coinbase-Chef Brian Armstrong hätten milliardenschwere Vermögensverluste hinnehmen müssen.
Darüber hinaus forderte Warren strengere Schutzmaßnahmen für private Krypto-Anleger. Im Jahr 2025 sind nach ihren Angaben 17 Milliarden Dollar durch Krypto-Betrug verloren oder gestohlen worden – ein Rekordwert, wie "CNBC" berichtet. (mb)















