Das Vertrauen institutioneller Investoren in die Anlageklasse Aktien lag im Januar auf dem tiefsten Stand seit sieben Jahren. Das zeigt der Investor Confidence Index (ICI), den der Vermögensverwalter State Street ermittelt. Eine Region sticht dabei besonders hervor: "Das Anlegervertrauen in den USA ist stärker zurückgegangen als in anderen Regionen", berichtet Michael Metcalfe, Head of Global Macro Strategy bei State Street Global Markets.

Nach Einschätzung des Experten ist es mittlerweile nicht mehr übertrieben, von Panik zu sprechen. Die Gründe für die miese Stimmung unter US-Anlegern sieht Metcalfe sowohl in der platzenden Erwartungsblase in den Vereinigten Staaten als auch in negativen fundamentalen Trends außerhalb der USA. Dazu gehören etwa die schwächeren Wirtschaftsdaten aus China und die wachenden Rezessionsrisiken in Europa.

Auch in Asien grassiert der Pessimismus
Der globale ICI-Index ist im Januar auf 70,2 Punkte gesunken und lag damit 9,4 Punkte tiefer als im Dezember 2018. Der Index für Nordamerika gab von 74,5 auf 66,8 Punkte nach. Der europäische ICI sank um 2,6 auf 90,3 Punkte, während der asiatische ICI sogar um 10,3 auf 100,2 Punkte zurückging. Der Index misst das Vertrauen der Anleger auf Basis des Kauf- und Verkaufsverhaltens institutioneller Investoren. (fp)