Die Hausse auf dem deutschen Immobilienmarkt will einfach nicht enden. Im vergangenen Jahr erreichte das Investitionsvolumen einen neuen Rekord, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf den aktuellen Immobilienbericht der Gutachterausschüsse. Demnach wurden 2019 Immobilien für rund 269 Milliarden Euro gehandelt. Innerhalb von zehn Jahren hat sich der Umsatz damit mehr als verdoppelt. Die Zahl der Transaktionen verharrt dagegen nahezu konstant bei einer Million im Jahr. Die einzelne Immobilie ist also deutlich teurer geworden.

Am beliebtesten waren Wohnimmobilien mit einem Investitionsvolumen von 180,5 Milliarden Euro. Die Gutachter berücksichtigten dabei sowohl die Käufe von Investoren als auch die von Privatleuten wie jungen Familien, die ein Eigenheim erwerben. "Der deutsche Immobilienmarkt entwickelt sich weiter dynamisch", heißt es in dem Bericht. Laut "Handelsblatt" sind die Daten der Gutachterausschüsse besonders aussagekräftig, weil diese Zugriff auf die tatsächlichen Transaktionen haben und damit auch auf die tatsächlich gezahlten Preise.

Kein Ende in Sicht
Eine Prognose für die Zukunft sucht man in dem Bericht zwar vergeblich. Bei der Vorstellung der Zahlen ließen die Gutachter aber durchblicken, dass sie mit einer Fortsetzung des Booms rechnen. Angesichts der niedrigen Zinsen seien die Haushalte trotz der hohen Preise weiter bereit zu kaufen, zitiert die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" die Vorsitzende des Arbeitskreises, Anja Diers. "Wir können keine Trendumkehr erkennen." (fp)