Nachhaltigkeit ist schon längst kein Nischenthema mehr, sondern beschäftigt die gesamte Gesellschaft. Das spiegelt sich auch in der Investmentlandschaft wider: Laut einer Studie der Unternehmensberatung PwC wird das verwaltete ESG-Fondsvermögen bis 2025 mehr als 50 Prozent des gesamten europäischen Investmentfondsvermögens ausmachen. Die Berater gehen von einem Volumen zwischen 5,5 und 7,6 Billionen Euro aus. Zum Vergleich: Ende 2019 machten nachhaltige Produkte lediglich 15,1 Prozent des gesamten europäischen Fondsvermögens aus.

In der PwC-Studie wurden 200 Vermögensverwalter, 300 in Europa tätige institutionelle Anleger und über 800 europäische Privatanleger befragt, die ein geschätztes Vermögen von 14,3 Billionen US-Dollar bewegen. "Das öffentliche Bewusstsein für ESG-bezogene Risiken, bedeutende regulatorische Veränderungen und die Präferenzen institutioneller Anleger führen dazu, dass ESG-Investitionen rasch an die Spitze der Asset Management-Agenda rücken", sagt Olivier Carré, Leiter des Bereichs Finanzdienstleistungen bei PwC Luxemburg. 

Chance für Europa
Die Macher der Studie sind davon überzeugt, dass Europa im Bereich ESG stark positioniert ist und in Kombination mit einer starken Vermögensentwicklung den Anteil an globalen ESG-Vermögenswerten bis 2025 auf 71 bis 75 Prozent steigern kann. "Dieser Wandel stellt eine einmalige Gelegenheit für die künftige Entwicklung Europas als Kontinent dar", sagt auch Carré. "Da das globale Kapital zunehmend in nachhaltige Projekte gelenkt wird, ist Europa gut positioniert, um als globale ESG-Drehscheibe zu fungieren, neue Arbeitsplätze und Möglichkeiten zu schaffen und damit den Wohlstand und die künftige Lebensqualität seiner Bevölkerung zu verbessern." (fp)