Studie: Europäische Anleger setzen verstärkt auf Gold
In turbulenten Zeiten wünschen sich Privatanleger Stabilität für ihr Depot. Gold-Investments sind in Europa daher aktuell auf Wachstumskurs, wie die Degussa Markenstudie 2026 zeigt.
In unsicheren Marktphasen suchen Anleger in Europa nach stabilen Vermögensbausteinen – und setzen dabei immer häufiger auf Gold. Zu diesem Ergebnis kommt die Degussa Markenstudie 2026. Dafür hat das Marktforschungsinstitut Skopos 4.000 Teilnehmer aus Deutschland, der deutschsprachigen Schweiz, Spanien und Großbritannien im Alter zwischen 25 und 70 Jahren befragt.
Die repräsentative Erhebung zeigt einen signifikanten Anstieg der Gold-Investments im Vergleich zur Vorgängerstudie aus dem Jahr 2023. Die Schweiz führt mit 46 Prozent an Anlegern, die bereits in physisches Gold investiert haben, gefolgt von Deutschland (43 %), Spanien (41 %) und Großbritannien (39 %). Die größte Steigerung wird in Deutschland verzeichnet, mit einem Sprung um 17 Prozentpunkte.
Digitale Recherche, Kauf vor Ort
Die Studie offenbart auch, dass das Internet die primäre Informationsquelle für potenzielle Gold-Investoren ist. Je nach Markt nutzen zwischen 55 Prozent (Großbritannien) und 80 Prozent (Schweiz) der Interessenten Websites zur Recherche. Aber: Für einen Kauf bevorzugen zwischen 37 Prozent (Deutschland) und 56 Prozent (Spanien) der Anleger die Niederlassung eines Goldhändlers vor Ort. In der Schweiz wählen 51 Prozent der Befragten diesen Weg, in Großbritannien 38 Prozent. Zwischen 31 Prozent (Großbritannien) und 44 Prozent (Deutschland) der Käufer nutzen bewusst beide Kanäle.
"Wir beobachten ein Paradoxon unserer Zeit", sagt Alexander Betz, Vorstandsvorsitzender der Degussa Group. "Je digitaler und volatiler das wirtschaftliche Umfeld wird, desto stärker wächst die Sehnsucht nach greifbaren Werten“, erklärt er. Die Haptik, also das physische Erleben von Edelmetallen, sei für die Käufer ein entscheidendes Kriterium. In Großbritannien geben sogar 92 Prozent der Befragten an, die Produkte vor dem Kauf real erleben zu wollen.
Markttransparenz und harte Preisdaten gewünscht
Die Erhebung offenbart zudem, was Anleger heute von der Finanzbranche erwarten: An erster Stelle stehen transparente Informationen zu aktuellen Marktentwicklungen und harte Preisdaten. Reine Produktkataloge verlieren der Studie zufolge über alle Märkte hinweg an Relevanz. (am)















