Wer in Deutschland ein Haus oder eine Wohnung kaufen will, muss immer tiefer in die Tasche greifen. Das spiegelt sich auch in der Höhe der Darlehen wieder, die Häuslebauer aufnehmen, um sich den Traum von den eigenen vier Wänden zu erfüllen. Im März erreichte die durchschnittliche Kredithöhe mit 243.000 Euro einen neuen Rekordwert, zeigt eine aktuelle Studie des Finanzdienstleisters Dr. Klein. Das sind 30.000 Euro oder 14 Prozent mehr als noch vor einem Jahr.

Trotz steigender Kreditsummen ist der sogenannte Beleihungsauslauf, also der fremdfinanzierte Anteil am Kaufpreis, zuletzt leicht gesunken. Im Schnitt finanzierten die Deutschen 83,35 Prozent ihrer Immobilie über Baudarlehen. Im Februar waren es noch 83,51 Prozent. Bei einem Baukredit in Höhe von 150.000 Euro mit zwei Prozent Tilgung und 80 Prozent Beleihungsauslauf betrug die Standardrate 450 Euro.

Zinsbindung über 14 Jahre
"Grund für die sehr geringe Standardrate sind die niedrigen Zinsen für Immobilienkredite, die im März neue Tiefststände erreicht haben", schreiben die Finanzexperten. Immobilienkäufer wissen das niedrige Zinsniveau zu schätzen und sichern es sich für einen sehr langen Zeitraum: Die durchschnittliche Zinsbindung lag zuletzt laut Dr. Klein bei 14 Jahren und zwei Monaten – rund vier Monate länger als noch im Februar. Das ist die längste Festschreibung der Zinsen seit September 2017. (fp)