Grün gewinnt: Auch an der Börse machen Investments nach sozial-ökologischen Gesichtspunkten das Rennen. Das zeigt der Verein zur Förderung ethisch-nachhaltiger Geldanlagen (Venga) am Beispiel des Dax.

Die Venga-Experten haben einmal nachgerechnet, wie sich das deutsche Blue-Chip-Barometer entwickelt hätte, wenn die 30 Werte darin nicht nach Marktkapitalisierung gewichtet wären, sondern nach der Nachhaltigkeit ihrer Unternehmenspolitik. Ergebnis: Ein solcher Nachhaltigkeits-Dax hätte sich in den vergangenen zehn Jahren deutlich besser entwickelt als der etablierte Index. Der Dax hat in der vergangenen Dekade kumuliert um 61,3 Prozent an Wert zugelegt. Der fiktive Ethik-Dax wäre sogar um 101,3 Prozent gestiegen. Das entspricht einer Überrendite von vierzig Prozentpunkte.

Die Outperformance des Nachhaltigkeitszwillings zeigt sich auch über einen Zeitraum von drei Jahren (5,8 Prozentpunkte Überrendite) und fünf Jahren (13 Prozentpunkte Überrendite). "Die Rechnung belegt, dass sich die Aktienkurse nachhaltiger Unternehmen im Schnitt besser entwickeln", sagt Klaus Rainer Kirchhoff, Chef der Agentur Kirchhoff Consult, die für Venga den alternativ gewichteten Dax entwickelt hat. Anleger, die auf Nachhaltigkeitskriterien achten, können also mit einem größeren Investmenterfolg rechnen als Investoren, denen das Thema Nachhaltigkeit egal ist. (fp/hw)