Stuttgart steigt als erster vollregulierter Börsenplatz weltweit in den Handel mit digitalen Kunstwährungen ein. Die neue Plattform heißt "Bison" und ist am Donnerstag an den Start gegangen, berichten mehrere Medien, darunter das "Handelsblatt". Dafür kooperiert die Börse Stuttgart mit den US-amerikanischen Kryptoplattformen Bitstamp und Kraken.

Von ihnen bezieht "Bison" ihre Kurse für Bitcoin und andere Kryptowährungen. Handelspartner der Kunden ist Euwax, ein Tochterunternehmen der Stuttgarter Börse. Euwax tritt hier als Eigenhändler auf. Das Unternehmen garantiert den in der App angezeigten Preis für zehn Sekunden. Auf Wunsch können Kunden sich die digitalen Münzen von der neugegründeten Tochter Blockknow verwahren oder in Euro auszahlen lassen.

Neben Bitcoin lassen sich auch die Konkurrenzwährungen Ethereum, Litecoin und Ripple über die neue Plattform handeln. Kunden können den Handel über eine Smartphone-App abwickeln. Das Programm zeigt den Kontostand grafisch an und bietet außerdem noch den sogenannten "Cryptoradar", ein Tool, das Kurstrends aus Social-Media-Posts herauslesen soll. Für die Steuererklärung liefert die App eine Transaktionsübersicht gleich mit.

Keine Garantie für virtuelles Geld
"Wir wollen den Handel mit Kryptowährungen so einfach und kommod wie möglich machen", zitiert das "Handelsblatt" Ulli Spankowski, Chef des Bison-Entwicklers Sowa Labs. Wichtig: Für Kryptoeinlagen bei Bison gibt es keine Einlagensicherung oder irgendwelche anderen Garantien. Die gesetzliche Einlagensicherung greift lediglich dann, wenn sich die Kunden das virtuelle Geld in Euro auszahlen lassen. Werden Anleger gehackt, sei die Frage nach einer Entschädigung im Einzelfall zu prüfen, teilte die Börse auf Anfrage der Zeitung mit. (fp)