Für Anleger bleibt es auch im laufenden Jahr schwierig, mit festverzinslichen Papieren Erträge zu erzielen, die über der Inflation liegen. Aktien sind deshalb zu einem noch wichtigeren Portfolio-Baustein geworden, sagt Roland Koster, Fondsmanager bei Swisscanto. "Neben dem erwünschten langfristigen Kursgewinn ist bei Aktien der Aspekt der Dividendenrendite sehr interessant", erklärt er. "Die regelmäßige Ausschüttung ist mehr als eine Alternative im Umfeld der in Europa anhaltenden Niedrigzinsen, um adäquate Erträge zu erzielen."

Wer eine Dividendenstrategie verfolgt, sollte nicht nur auf die Höhe der Ausschüttung achten, sondern auch auf ihre Kontinuität, rät Koster. "Nur Unternehmen, die eine Dividende über einen längeren Zeitraum regelmäßig bezahlen, sollten für das Portfolio infrage kommen." Das sind meist renommierte und traditionsreiche Firmen mit überdurchschnittlich hoher Qualität.

Europa hat die Nase vorn
Bei der Frage, ob US-amerikanische oder europäische Dividendentitel die bessere Wahl sind, müssen Anleger abwägen: US-Aktien brachten in den vergangenen Jahren zwar insgesamt höhere Erträge. Bei europäischen Aktien hatten Ausschüttungen aber einen größeren Anteil an der Gesamtrendite. "Berücksichtigt man zudem, dass europäische Aktien bei langfristiger Betrachtung im Vergleich zu US-Aktien eher günstig bewertet sind, spricht das ebenfalls für Dividendenpapiere aus Europa", sagt der Swisscanto-Manager. (fp)