Immer wieder Donald Trump: Auch für den Fondsanbieter T. Rowe Price gilt der US-Präsident mit seiner aggressiven Handelspolitik derzeit als bestimmendes Risiko für die weitere Entwicklung der weltweiten Kapitalmärkte.

Der Handelskrieg zwischen den USA und China wirkt sich vor allem in exportstarken Volkswirtschaften wie Japan, Korea, Taiwan und Deutschland negativ auf das Geschäftsklima und die Investitionsbereitschaft der Unternehmen aus, warnt Rob Sharps, der Chefanlagestratege des Unternehmens: "Die Märkte stehen kurz vor den Höchstständen und die Risiken steigen, so dass es nicht die Zeit ist, ein Held zu sein." Soll heißen: Womöglich ist es besser, sich kurzfristig vorsichtiger zu verhalten. Langfristig bleibt T. Rowe Price allerdings trotz eines schwierigen Investitionsumfelds zuversichtlich.

Kein Anlass zur Panik
Entscheidend für den weiteren Verlauf des Jahres dürfte vor allem die weitere Entwicklung in China werden. Einerseits könnte China versuchen, dem US-Präsidenten Trump einen Handelserfolg zu verwehren, um dessen Aussichten für die kommende Präsidentschaftswahl im Jahr 2020 zu schmälern. Andererseits steckt das Land in einer Abhängigkeit von den USA: Nach Sharps Ansicht wird es "für China schwierig sein, den globalen Wachstumsmotor so zu steuern, wie sie es seit Jahrzehnten tun, vor allem angesichts der demografischen Herausforderungen und der Notwendigkeit eines reformierten Bankensystems".

Anleger sollten all das im Auge behalten. Anlass zur Panik sieht T. Rowe Price aber nicht. So bedeuten auch Verlangsamungen in der weltweiten Konjunktur noch nicht unbedingt, dass der lange Aufschwung bald endet, erinnert der Asset Manager. (fp)