Die Deutschen sparen wieder vermehrt fürs Eigenheim. Das zeigt eine Umfrage im Auftrag des Verbands der Privaten Bausparkassen. Das Marktforschungsunternehmen Kantar befragte dafür mehr als 2.000 Bundesbürger im Alter ab 14 Jahren nach ihrem Sparverhalten und den -zielen. 39 Prozent der Befragten nannten "Wohneigentum" als zentralen Beweggrund, Geld auf die hohe Kante zu legen. "Offensichtlich steigt wieder das Bewusstsein dafür, dass am Vorsparen trotz Mini-Zinsen kein Weg vorbeiführt, wenn man sich den Traum von den eigenen Wänden erfüllen will", erklärt der Hauptgeschäftsführer des Verbands, Christian König.

Bei der Vorgängerumfrage aus dem Sommer hatten nur 29 Prozent der Befragten das Bausparen als ihr wichtigstes Sparziel angegeben – es war der niedrigste Stand in der zwanzigjährigen Geschichte der Reihe. Auch wenn das Sparen fürs Eigenheim seither wieder beliebter geworden ist, erreicht es nicht die einstigen Spitzenwerte von mehr als 45 Prozent. Der Verband der Privaten Bausparkassen sieht als Gründe die breite Diskussion über steigende Immobilienpreise und die rekordniedrigen Bauzinsen.

Reihenfolge der Sparziele gleich 
Ansonsten haben sich die Sparziele seit der Sommer-Umfrage nur unwesentlich verändert. Oberste Priorität beim Sparen bleibt mit 56 Prozent die Altersvorsorge. Auf dem zweiten Platz folgen mit 51 Prozent langfristige Anschaffungen. Das Wohneigentum kommt an dritter Stelle, könnte aber in Zukunft noch beliebter werden: "Wenn einem klar wird, dass die Preise nicht überall explodieren und negative Bauzinsen ein Marketinggag bleiben dürften, ändert sich auch wieder das Sparverhalten", vermutet König. (fp)