Der deutsche Markt für Büroimmobilien hat sich im bisherigen Jahresverlauf als stabil erwiesen. Das Transaktionsvolumen lag mit 20,8 Milliarden Euro leicht oberhalb der Vergleichszahl aus dem Vorjahr, wie das Makler- und Beratungsunternehmen CBRE ermittelt hat. Ebenfalls stabil blieb der Anteil der Transaktionen in den Top-7-Städten. Hier wurden in den ersten drei Quartalen 2019 erneut gut 80 Prozent des Marktvolumens gedreht. Stark zugenommen hat der Anteil von Portfoliotransaktionen. Jüngstes und prominentestes Beispiel: Der Erwerb des Millennium Portfolios durch die Commerz Real für 2,7 Milliarden Euro.

Die Nachfrage nach Büroflächen ist nach wie vor enorm. Sie übersteigt das Angebot bei weitem, was die Preise natürlich steigen lässt. In der Folge sinken die erzielbaren Renditen. An den begehrtesten Büro-Standorten Deutschlands, München, Berlin und Hamburg ist die Spitzenrendite bereits auf unter drei Prozent pro Jahr gefallen und etwa dort angelangt, wo zehnjährige Bundesanleihen 2009 standen.

Während sich die Stimmen mehren, die von einer schwächelnden Konjunktur sprechen, erfreut sich der Markt für Büroinvestments und Bürovermietungen guter Gesundheit. Wie passt das zusammen? "In den vergangenen Jahren konnte das Wachstum des Dienstleistungssektors die Schwierigkeiten in der Produktion noch auffangen", sagt Jan Linsin, der bei CBRE in Deutschland das Research leitet. Nun aber gehe die Produktion stärker zurück, sodass sich das deutsche Wirtschaftswachstum insgesamt verlangsame. "Zwar kann sich der Dienstleistungssektor dieser Grundtendenz nicht gänzlich entziehen, jedoch geht es den büromarktaffinen unternehmensnahen Dienstleistern weiterhin gut", so Linsin. Sie seien auch nach wie vor von einem robusten Beschäftigungsaufbau gekennzeichnet sind. (tw)