Harriot Tubman gilt in den Vereinigten Staaten als Heldin: Die kämpferische Lady verhalf unzähligen Sklaven einst zur Freiheit. Nun hat Donald Trump den Plänen, Tubman ab kommendem Jahr auf dem 20-Dollar-Schein zu verewigen, einen Riegel vorgeschoben, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ). Am Mittwoch gab das Finanzministerium bekannt, dass der geänderte 20-Dollar-Schein doch nicht mehr während der Amtszeit des US-Präsidenten in Umlauf gebracht werden soll. Finanzminister Steven Mnuchin nannte als neues Datum frühestens das Jahr 2028. Ein erster Entwurf sei nicht vor dem Jahr 2026 zu erwarten. 

Es wäre das erste Mal in der Geschichte der Vereinigten Staaten gewesen, dass das Antlitz einer schwarzen Frau eine Dollarnote prägt. Derzeit ist auf dem betreffenden Geldschein noch das Konterfei des siebten Präsidenten der USA, Andrew Jackson, abgebildet.

Trumps Amtvorgänger Barack Obama hatte die Entscheidung für Tubman verkündet, nachdem die US-Bürger verschiedene Vorschläge eingereicht hatten. Schon während des Wahlkampfs im Jahr 2016 verurteilte Trump das Vorhaben als Beweis für übertrieben politische Korrektheit" Er bewundere Jackson, der von 1829 bis 1837 das Amt des Präsidenten bekleidete und seit 1928 auf dem Schein zu sehen ist.

Verschieben statt absagen
Nun wird spekuliert, das Finanzministerium habe das Erscheinen der neuen Banknote aufgeschoben, damit Trump das Vorhaben nicht komplett absagt. Das berichtet die "New York Times" unter Berufung auf Mitarbeiter des Ministeriums. Trumps aktuelle Amtszeit geht bis Januar 2021. Sollte er wiedergewählt werden, würde er regulär bis 2025 im Amt bleiben. (fp)