Trumps Grönland-Strafzölle treiben Gold und Silber auf Allzeithochs
Die Eskalation im Streit um Grönland schürt neue Sorgen an den Märkten. Angekündigte US-Zölle gegen europäische Länder treiben Investoren in sichere Häfen – mit deutlichen Folgen für Edelmetallpreise und den Dollar.
Die Preise von Gold und Silber haben neue Rekordhochs erreicht, nachdem US-Präsident Donald Trump wegen des Streits um Grönland angekündigt hat, Strafzölle gegen europäische Länder zu verhängen. Am Kassamarkt kostete die Unze Gold am Montagmorgen (19.1.) zeitweise 4.690,59 US-Dollar und damit 2,1 Prozent mehr als am Freitagabend (16.1.). Silber wurde temporär erstmals zu 94,12 Dollar je Unze gehandelt – 4,4 Prozent höher als am Freitag.

USA kündigen Strafzölle gegen Europa an
Die USA werden ab dem 1. Februar Zölle gegen acht europäische Länder – darunter Frankreich, Deutschland und das Vereinigte Königreich – verhängen, die den Plan zur Übernahme Grönlands ablehnen. Die Abgaben beginnen bei zehn Prozent und sollen im Juni auf 25 Prozent steigen.
Europa berät über Gegenmaßnahmen
Europäische Staats- und Regierungschefs werden in den nächsten Tagen zu einem Krisentreffen zusammenkommen, um mögliche Gegenmaßnahmen zu beraten. Nach Angaben von mit den Gesprächen vertrauten Personen erwägen die Mitgliedstaaten verschiedene Reaktionen, darunter Vergeltungszölle auf US-Waren im Wert von 93 Milliarden Euro.
"Perfekte Mischung" für Edelmetalle
"Die geopolitischen Risiken nehmen immer weiter zu", erklärte Kyle Rodda, Analyst bei Capital.com in Melbourne. "Neue Unsicherheiten im Handel untergraben die Wachstumsaussichten, und die US-Außenpolitik zerstört das Vertrauen in den Dollar. Das ist die perfekte Mischung für Gold und Silber."
Dollar schwächer, ETF-Bestände steigen
Zuletzt notierte Gold im Kassahandel 1,6 Prozent fester bei 4.669,12 Dollar je Unze. Der Silberpreis lag bei 93,19 Dollar je Unze und damit 3,4 Prozent über dem Schlusswert vom Freitag. Platin erholte sich mit einem Plus von 0,5 Prozent auf 2.353 Dollar von einem Preisrückgang von drei Prozent am Freitag. Der "Bloomberg Dollar Spot Index" sank um 0,2 Prozent.
Die Goldbestände börsengehandelter Fonds sind in der vergangenen Woche um 0,9 Prozent gestiegen und zeigten damit den stärksten Anstieg seit September. Sie haben in sieben der vergangenen acht Wochen zugenommen. (mb/Bloomberg)















