Die Inflation bestimmt die Diskussionen an den Finanzmärkten und ist einer der wichtigsten Faktoren für die Anlagestrategie im neuen Jahr. Auch wenn Bert Flossbach, Co-Gründer des Kölner Asset Managers Flossbach von Storch, eine echte Zinswende in Europa für unwahrscheinlich hält, so ist sie doch nicht gänzlich unmöglich. Gerade in den USA zeigt sich die Notenbank Federal Reserve (Fed) bereits deutlich williger, das Zinsniveau zu heben – was sich wiederum negativ auf die Kurse von Wachstumstiteln niederschlägt. 

Nichtsdestotrotz bleiben Aktien deutlich attraktiver als Anleihen, schreibt der Finanzprofi. Dabei setzen Flossbach und sein Team auf eine breite Mischung aus wachstumsstarken und robusten Unternehmen. Doch nicht jede Branche schafft es ins Portfolio, trotz hoher Diversifikation. "Öl, Kohle, Atomenergie, klassische Banken oder Rüstungskonzerne gehören aus verschiedenen Gründen traditionell nicht zu unseren präferierten Sektoren", so Flossbach. 

Langfristige Erfolge
Zwar könne der Verzicht auf einige der genannten Sektoren im Portfolio temporär negative Konsequenzen für die Performance bedeuten. Doch langfristig sollte sich die Strategie auszahlen, ist sich der Finanzprofi sicher. "Daran wird auch die politisch motivierte Entscheidung der EU-Kommission, Atomkraft als nachhaltig einzustufen, nichts ändern." (fp)