Die meisten Deutschen halten einen Zusammenschluss der beiden größten heimischen Geschäftsbanken für einen Fehler. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa gaben 43 Prozent der Befragten zu Protokoll, dass sie eine Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank ablehnen. Nur 17 Prozent sind für einen Zusammenschluss. 30 Prozent hatten keine Meinung, zehn Prozent ließen die Frage unbeantwortet.

Die ablehnende Haltung haben die Deutschen mit vielen Aktionären und Analysten gemeinsam, berichtet das "Handelsblatt". So stimmten in einer Befragung des Forschungsinstituts ZEW unter 174 Finanzexperten lediglich gut 15 Prozent der Fachleuchte der Aussage zu, dass eine Fusion gut für das deutsche Finanzsystem wäre. Auch die weltgrößte Fondsgesellschaft Blackrock hat sich bereits öffentlich gegen eine Fusion ausgesprochen. Man sei von der Idee nicht überzeugt.

Gewerkschaften fürchten Stellenabbau
Die Arbeitnehmervertreter der beiden Bankhäuser lehnen den Deal vehement ab. Unter dem Slogan "Getrennt in den Farben, gemeinsam in den Zielen" wollen Mitarbeiter der Deutschen Bank und der Commerzbank in den kommenden Wochen auf die Straße gehen, um gegen eine Fusion zu protestieren. Die Warnstreiks sollen im Zuge der derzeit laufenden Tarifverhandlungen stattfinden. Die Gewerkschaften fürchten, dass der Zusammenschluss bis zu 30.000 Jobs kosten könnte. (fp)