Geht es um ihre Geldanlage, ist Sicherheit für deutsche Anleger nach wie vor am wichtigsten. Vor allem Frauen setzen auf eine möglichst verlustfreie Anlage: 60 Prozent ist dieser Aspekt wichtig – im Gegensatz zu 53 Prozent bei den Männern. Frauen legen mit sechs Prozent denn auch nur halb so viel Wert auf eine hohe Rendite als Männer. Das zeigt die aktuelle Anlegerstudie der forsa Politik- und Sozialforschung im Auftrag der Gothaer Asset Management, für die Mitte Januar 2019 mithilfe computergestützter Telefoninterviews 1.023 Bundesbürger ab 18 Jahren nach einem systematischen Zufallsverfahren ausgewählt und befragt wurden.

Weniger als ein Fünftel der befragten Frauen würde demnach für eine höhere Rendite auch ein höheres Risiko in Kauf nehmen. Bei den Männern wäre mehr als ein Drittel dazu bereit. In die Zukunft schauen die weiblichen Befragten recht pessimistisch: 27 Prozent von ihnen fürchten, dass die Eurozone auseinanderbricht und ihre Geldanlagen nicht mehr sicher sind. Die Sorge, dass Preise und Alltagskosten steigen und ihre Investments somit an Wert verlieren, teilen knapp zwei Drittel der Frauen – unter den Männern sind es nur etwas mehr als die Hälfte.

Frauen sind weniger risikobereit
"Unsere Studie zeigt, dass Frauen in Finanzfragen deutlich sicherheitsorientierter sind als Männer", erklärt Carmen Daub, Fondsmanagerin bei der Gothaer Asset Management. Das zeige sich auch bei der Wahl der Anlageklassen: Frauen entschieden sich deutlich seltener für Aktien als Männer (16 Prozent gegenüber 22 Prozent). (fp)