Wenn es um die eigene Altersvorsorge geht, sieht die Mehrheit der Deutschen schwarz. Knapp zwei Drittel gehen davon aus, dass sie als Senioren weniger Geld zum Leben haben werden als derzeit. Das geht aus dem DIA-Deutschland-Trend Vorsorge hervor. Mit dieser Befragung ermittelt das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) einmal jährlich das Vertrauen in die drei Säulen der Alterssicherung, die Erwartungen an den Lebensstandard im Alter und die Vorsorgeplanungen.

Dabei schätzen die Befragten die Sicherheit und Verlässlichkeit der verschiedenen Vorsorgevarianten auf einer Skala von 0 (schlechtester Wert) bis 10 (bester Wert) ein. Die gesetzliche Rente kam in der Umfrage im Durchschnitt auf 3,9 Punkte. Im Vorjahr waren es noch 4,2 und 2017 sogar noch 5,7 Punkte gewesen. Die betriebliche Altersvorsorge und die private Altersvorsorge schneiden mit 4,8 beziehungsweise 4,7 erkennbar besser ab.

Deutsche stecken Kopf in den Sand
Eine mögliche Erklärung: Die langen und konträren Diskussionen über die Grundrente haben das Vertrauen in die gesetzliche Rente nicht gerade gestützt, schreiben die Studienautoren. Das Vertrauen in die zweite und dritte Säule der Alterssicherung hat dagegen weniger stark gelitten.

Die Studie zeigt auch: Obwohl 70 Prozent ihre Vorsorge als unzureichend einschätzen, tun nur die wenigsten Deutschen etwas dagegen. Lediglich knapp die Hälfte plant, in den kommenden zwölf Monaten in ihre Altersvorsorge zu investieren. (fp)