Die Aktienmärkte sind stark ins neue Jahr gestartet. Allein der Dax hat den ersten Monat des Jahres mit einem Plus von fast sechs Prozent abgeschlossen. Die gute Stimmung beflügelt die Investoren, berichtet die Direktbank Comdirect. Anleger nutzen die Gunst der Stunde für weitere Zukäufe: Der Brokerage-Index von Comdirect lag im Januar bei 117,5 Punkten und damit auf dem höchsten Stand seit zehn Jahren. Ein Wert von über hundert zeigt an, dass Anleger mehr gekauft als verkauft haben.

Der aktuelle Stand des Barometers spiegelt die hohe Kaufbereitschaft in Bezug auf Aktien, Fonds und ETFs wider, erklärt Comdirect-Marktexperte Andreas Lipkow. Die Handelsaktivität lag dabei im Januar auf durchschnittlichem Niveau. Vor allem Einzelaktien waren gefragt – allen voran die Anteilscheine des Dax-Neulings Wirecard. Sie wurden doppelt so häufig gekauft wie verkauft. Auch Apple war nach überraschend positiven Zahlen bei Anlegern gefragt. Auf Rang drei der beliebtesten Unternehmen an der Börse lag im Januar der US-Chiphersteller Nvidia.

ETF-Käufer setzen auf breite Standard-Indizes
Die Nachfrage nach börsengehandelten Indexfonds hat im vergangenen Monat ebenfalls deutlich angezogen. Der Comdirect-Indexwert für ETFs stieg von 109 auf 134 Punkte. Anleger haben zu Jahresbeginn technologiegetriebene ETFs, etwa auf den TecDax oder den Nasdaq, abgestoßen, berichtet Lipkow. Sie setzen nun stärker auf breit aufgestellte ETFs, die etwa den MSCI World oder den S&P 500 nachbilden. "Das könnte darauf hindeuten, dass sich Anleger für unruhige Börsenzeiten in Stellung bringen", so der Marktexperte. (fp)