Umfrage: Sechs Trends, die Private Markets jetzt verändern
Institutionelle Investoren setzen verstärkt auf Privatmärkte, werden bei der Auswahl aber anspruchsvoller. Eine weltweite Befragung zeigt, welche Risiken, Anlageklassen und strukturellen Trends ihre Entscheidungen prägen.
Private Markets gewinnen für institutionelle Investoren strategisch an Bedeutung. Neben Renditechancen rücken dabei zunehmend die Widerstandsfähigkeit des Portfolios, der Zugang zu langfristigen Megatrends und spezialisiertes Know-how in den Mittelpunkt. Das zeigt die Studie "Private Markets 700" von IFM Investors und FT Longitude.
Privatemarktanlagen machen bei den befragten Institutionellen bereits mehr als ein Drittel des verwalteten Vermögens aus – und ihre Bedeutung dürfte weiter zunehmen. In nahezu allen untersuchten Anlageklassen wollen mehr Investoren ihre Allokationen erhöhen als reduzieren. Der Ausbau stößt allerdings auf praktische Grenzen: Lange Kapitalbindungen und eingeschränkte Liquidität gelten für 46 Prozent als zentrale Hürde, 44 Prozent nennen hohe Gebühren und 35 Prozent regulatorische Anforderungen.
"Investoren wollen Wachstum, aber auch Widerstandsfähigkeit"
Für die Untersuchung wurden im Mai und Juni 2026 weltweit 700 institutionelle Investoren befragt. Darunter waren Vertreter von Pensionsfonds, Versicherungsfachleute, Vermögensverwalter und Investment Consultants – 43 Prozent gehörten der Geschäftsleitung oder dem Verwaltungsrat an. Die Ergebnisse machen deutlich: Investoren wollen ihr Engagement ausbauen, gehen dabei jedoch selektiver vor, unter anderem angesichts geopolitischer Risiken.
"Investoren wollen weiterhin Wachstum, zunehmend aber auch Widerstandsfähigkeit. Sie betrachten Private Markets als Bausteine für ihre Portfolios", erklärt John Gee-Grant, Global Head of Global Client Solutions bei IFM Investors.
Welche sechs Entwicklungen die Anlageentscheidungen institutioneller Investoren derzeit prägen, zeigt unsere Grafikstrecke. (mb)













