Die Mehrheit der Verbraucher sieht Kryptowährungen kritisch. Das geht aus einer Umfrage des Marktwächter-Finanzen-Teams der Verbraucherzentralen Hessen und Sachsen hervor. Mehr als die Hälfte der befragten Internetnutzer (55 Prozent) kennt demnach den Ausdruck Kryptowährung. Rund 70 Prozent derjenigen, denen Bitcoin und Co. ein Begriff sind, halten ein Investment allerdings für riskant oder sogar sehr riskant. Rund 77 Prozent der Befragten können sich gar nicht erst vorstellen, in Bitcoin und Co. zu investieren.

In der Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen fanden nur 54 Prozent der Befragten Kryptowährungsinvestments gefährlich. "Leichtfertig sollten aber auch jüngere Anleger nicht investieren", warnt Wolf Brandes, Teamleiter Marktwächter Finanzen bei der Verbraucherzentrale Hessen. Seine Beobachtung: Zwielichtige Anbieter wollen in sozialen Medien verstärkt junge Verbraucher in Kryptowährungen locken. "Dahinter aber oft mehrstufige Vergütungspläne, die vermutlich Schneeballsysteme sind", sagt Brandes.

Cash bleibt King
Auch bei Kryptowährungen als Zahlungsmittel überwiegt die Skepsis. Verbraucher bevorzugen weiterhin Bargeld, Mobile-Payment-Lösungen werden vergleichsweise selten genutzt. Hinzu kommt, dass bislang nur wenige Anbieter Kryptowährungen als Zahlungsmittel akzeptieren. Gegen Shopping mit Kryptowährungen spricht offenbar vor allem die Unsicherheit: Wegen unseriöser Angebote und fehlender Regulierung lehnen 21 Prozent der Befragten das virtuelle Geld als Zahlungsmittel eher ab. (fp)